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16.03.2021
Pressemitteilung zum Stellenabau bei Nokia

Netzwerkausrüster Nokia plant weltweiten Arbeitsplatzabbau - Deutschland überproportional betroffen

Nokia hat seine weltweiten Abbau-Ziele innerhalb der Unternehmensgruppe bekanntgegeben. Demnach sollen über 10.000 aller Arbeitsplätze wegfallen. In Deutschland sind für 2021 ein Abbau von rund 370 Arbeitsplätzen, also ca. 12% der Belegschaft geplant. Deutschland ist überproportional betroffen.

 

Ausbau im 5G-Industriegeschäft gefährdet

2020 kündigte der neue Nokia-Chef Pekka Lundmark an, Nokia zum führenden 5G-Ausrüster auszubauen. Auch der Themenkomplex 5G in Industriebetrieben gehört dazu. „Dazu ist eine starke Präsenz in Forschung, Entwicklung, sowie Vertrieb in Deutschland unerlässlich“ erklärt Daniele Frijia, Mitglied des deutschen Nokia-Aufsichtsrats und innerhalb der IG Metall für Nokia Deutschland zuständig. „Hier sitzen die Kunden der Zukunft. Mit Arbeitsplatzabbau in Deutschland schafft man kein Vertrauen in Richtung potentieller Industriekunden.“ so Frijia.

 

Nokia verliert Wettbewerbsvorteil

Andere Hightech-Unternehmen wie Google und Apple investieren in deutsche und europäische Standorte. „Sie profitieren von deutscher und europäischer Infrastruktur. Nokia verzichtet sehenden Auges auf diese Vorteile. Der gesamte Nokia-Konzern profitiert durch die deutschen Arbeitsplätze.“ erklärt Sibylle Wankel, 1. Bevollmächtigte der IG Metall München.

 

Zukunft für Beschäftigte, statt ständige Angst um Arbeitsplätze

Die Firmenpolitik der Nokia Deutschland geht – mit wenigen Ausnahmen – seit Jahren mit Personalabbau und Standortschließungen einher.

 

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben es satt, von einem Abbaujahr ins nächste Abbaujahr weitergereicht zu werden.“ erklärt Clemens Suerbaum, Gesamtbetriebsratsvorsitzender.  „Zu Recht fordern sie eine langfristige Perspektive.“ so Suerbaum.

 

IG Metall und Betriebsräte machen sich stark für eine zukunftsorientierte Firmenpolitik, die den Bestand es Unternehmens nicht noch mehr gefährdet. Um auf das verändernde Geschäft der Branche zu reagieren benötigt es Investitionen und Zukunftsperspektiven in Deutschland.

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