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12.02.2020
Das steckt in unserem Zukunftspaket

Mehr Geld, Sicherheit, Zukunft und Beteiligung: Das fordert die IG Metall von den Arbeitgebern in einem Zukunftspaket für die Metall- und Elektroindustrie. Darüber diskutieren gerade Metallerinnen und Metaller in Bayern.

MEHR KAUFKRAFT

Das Problem: Brexit, Klima, China – eine Delle bei der Auftragslage 2019 nutzen die Unternehmen für eine Stimmungsmache. Trotzdem: Die allermeisten schreiben gute Gewinne. Für 2020 zeigen die Prognosen wieder nach oben.

Die Lösung: Die Beschäftigten haben ihren gerechten Anteil verdient. Die Kauf­­kraft muss steigen – sowohl aus Wertschätzung ihrer Leistung, als auch um als starke Branche die Konjunktur in Deutschland zu stützen! (»Binnennachfrage«)

ZUKUNFTS-TARIFVERTRÄGE

Das Problem: Fast die Hälfte der Automobil-Betriebe will in den nächsten Jahren Personal abbauen oder Standorte schließen.

Die Lösung: Wir fordern Zukunftstarifverträge für die Kolleginnen und Kollegen in betroffenen Unternehmen. Sie schaffen Perspektiven vor Ort und regeln deshalb In­ves­­titionen, die Einführung neuer Produkte, Personalentwicklung, Aus- sowie Weiterbildung und schließen betriebsbedingte Kündigungen aus.

MEHR QUALIFIZIERUNG UND ALTERSTEILZEIT

Das Problem: Technik-Wandel, Digitalisierung und Moblilitätswende verändern unsere Arbeit. Die Unternehmen finanzieren aber nur Qualifizierungen, die ihnen unmittelbar nutzen. Der Rest der Beschäftigten hat Pech. Insbesondere Ältere können oft kaum mithalten.

Die Lösung: Technologischer Fortschritt muss auch persönlichen Fortschritt bedeuten, niemand darf beim Wandel abgehängt werden! Deshalb brauchen alle Beschäftigten den tarifvertraglich verbrieften Anspruch auf eine geförderte be­ruf­liche Qualifizierung
(»Qualifizierungschancengesetz«).
Für Beschäftigte, die nicht mithalten können, muss die Altersteilzeit ausgebaut werden. Dafür müssen aber auch die Azubi-Quoten steigen!

REGELN FÜR AUFTRAGSFLAUTEN

Das Problem: Unterauslastung im Betrieb können Beschäftigte schnell zu spüren bekommen: mit weniger im Geldbeutel bis hin zum Jobverlust.

Die Lösung: Für betriebliche Fehlentscheidungen dürfen nicht die Beschäftigten
büßen! Wir wollen überall Regeln, die die Existenz sichern. Bei einer schwä­cheren Auftragslage soll zuerst das Arbeitsvolumen ohne eine Entgeltabsenkung verringert werden.

NACHHALTIGKEITS-BONUS

Das Problem: Klimaschutz ist notwendig, der Umstieg kostet aber. Die Zeche dafür sollen die Beschäftigten zahlen.

Die Lösung: Die IG Metall fordert für ihre Mitglieder einen Nachhaltigkeits-Bonus. Diesen sollen die Unternehmen zahlen, wenn sich Beschäftigte zum Beispiel für Grünstrom, öffentliche Verkehrsmittel oder E-Bikes entscheiden. Der Nachhaltigkeits-Bonus soll die Mehrkosten dafür abfedern.

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