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12.11.2019
Coriant/Infinera: Petition übergeben - Kompromiss erreicht

2263 Menschen hatten in den letzten drei Monaten die Petition gegen die angedrohte Massenentlassung von bis zu 224 Beschäftigten beim früheren Siemens-Bereich in München mit ihrer Unterschrift unterstützt. Die Petition mit ihrer fast 50 Seiten starken Unterschriftenliste wurde nun letzte Woche in zwei getrennten Terminen von Betriebsratsmitgliedern an den Münchener Stadtrat und den Bayerischen Landtag übergeben.

Der Münchener Oberbürgermeister (OB) Dieter Reiter und der Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher nahmen die Unterschriftenliste entgegen. Beim Termin im Münchener Rathaus bedankte sich der Betriebsratsvorsitzende Michael Rust beim OB für die Gelegenheit zur persönlichen Übergabe und informierte über den Stand der Verhandlungen mit dem Arbeitgeber.

Infinera hatte den aus dem ehemaligen Siemens-Bereich Optische Netze hervorgegangenen Konkurrenten Coriant im Oktober 2018 übernommen, Ende September 2019 den Produktionsstandort in Berlin mit 400 Beschäftigten geschlossen und im Juli die Entlassung von mindestens 163 der Beschäftigten am Forschungs- und Entwicklungsstandort München angedroht. Mit dieser Ankündigung verbunden waren Drohungen, den Gesamtbetrieb zu schließen, alle 224 Beschäftigten zu entlassen, das ohnehin unzureichende Budget für einen Sozialplan zurückzuziehen und die zu entlassenden Mitarbeiter mit 0 Euro abzufinden.

Angesichts der konkreten Drohung des Arbeitgebers, die meist über 20 oder gar 30 Jahre beschäftigten Mitarbeiter mit leeren Händen in die Arbeitslosigkeit zu schicken, hat sich der Betriebsrat in der letzten Woche bereiterklärt, ein leicht verbessertes Angebot des Arbeitgebers anzunehmen, nachdem sich in einer Betriebsversammlung auch die große Mehrheit der Beschäftigten dafür ausgesprochen hatte. „Wir wissen, dass das Angebot schlecht ist und bleibt und die Nachteile der ihren Arbeitsplatz verlierenden Kolleginnen und Kollegen nur zu einem Bruchteil ausgleicht. Wir mussten aber leider feststellen, dass der Arbeitgeber am längeren Hebel sitzt“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Rust. Er bedankte sich für die Unterstützung einzelner Politiker, insbesondere Florian von Brunn und Florian Post von der SPD  sowie Susanne Ferschl und Ates Gürpinar von den Linken. Er bedauerte, dass sich weder die CSU noch die Freien Wähler für den Verbleib der nun verloren gehenden 163 Arbeitsplätze eingesetzt hätten.

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