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08.10.2019
Sie kämpfen jetzt im Bund für Bayerns Beschäftigte

Das sind unsere Wechsel im IG Metall-Vorstand / Abschied von "Misses Stahl" und "Mister Solidarität"

Die Bayern im neuen IG Metall-Vorstand: Horst Lischka, Andreas Weidemann, Karola Frank und Mario Gutmann

Servus, "Miss Stahl"! Maria Heinrich

Ade, "Mr. Solidarität"! Gerald Eberwein (Fotos: Christian von Polentz)

Startschuss für ein neues Bayern-Team: Auf dem Gewerkschaftstag in Nürnberg haben die Delegierten eine Kollegin und drei Kollegen aus dem Freistaat in den IG Metall-Vorstand gewählt - und zwei langediente Metaller verabschiedet.

Vom Gewerkschaftstag bestätigt wurde Karola Frank (37) als bayerische Vorstands-Frau. Die Ingolstädterin folgte bereits im vergangenen Jahr auf Johann Horn, der Bezirksleiter der IG Metall Bayern wurde. Die gelernte Fahrzeuglackiererin ist Audi-Betriebsrätin und seit 19 Jahren aktive Metallerin - bereits mehr als ihr halbes Leben lang.

Komplett neu im Vorstand sitzt Mario Gutmann (52). Der Bamberger Industriemechaniker und Maschinenbauer ist seit 37 Jahren IG Metall-Mitglied - und als Betriebsratsvorsitzender von Bosch in Bamberg heute voll mit der Transformation konfrontiert. Seit 2015 ist er in der IG Metall aktiv.

Frisch gewählt in Vorstand wurde in Nürnberg auch ein Nürnberger: Andreas Weidemann. Der 55-Jährige, der in Bocholt geboren wurde, ist seit 2010 Erster Bevollmächtigter der IG Metall-Geschäftsstelle in der Franken-Metropole.

Bestätigt haben die Delegierten erneut Horst Lischka (56). Der gebürtige Amberger leitet seit 2003 als Geschäftsführer die IG Metall in München und ist Mitglied im BMW-Aufsichtsrat.

Verabschiedet haben sich auf dem Gewerkschaftstag zwei langgediente Aktive: Maria Heinrich und Gerald Eberwein kandidierten nicht mehr als ehrenamtliche Vorstandsmitglieder. Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, nannte sie schlicht "Misses Stahl" und "Mister Solidarität".

Seit 2010 saß Maria Heinrich (56) im IG Metall-Vorstand. Und davor schaffte sie es einst, ihren Arbeitgeber den inoffiziellen Titel "bester Werber der IG Metall-Geschäftsstelle Augsburg" zu verleihen: Max Aicher, Inhaber der Lech-Stahlwerke. Der Grund: Aicher ("Mein Max") wollte die Belegschaft mit 30 Prozent weniger Einkommen rasieren - mit einer 48-Stunden-Woche, gestrichenen Weihnachts-, Urlaubsgeldern und Erschwerniszulagen und Tariferhöhungen.

Als Betriebsrätin machte Maria Heinrich ordentlich Gegendruck. Exemplarisch sei der Konflikt damals gewesen, fand Jörg Hofmann: "Konflikte waren für Dich aber nie ein Selbstzweck. Immer standen 'Deine Jungs' und 'Dein Werk' im Vordergrund. Und auch 'Dein Stahl'", sagte der Erste Vorsitzende. "Dein Herz aus Stahl wird im Vorstand fehlen", befand Hofmann und gratulierte der Aktiven auf dem Gewerkschaftstag für 40 Jahren Mitgliedschaft in der IG Metall.

Auch "Mister Solidarität" verabschiedete sich in Nürnberg: Gerald Eberwein, der seit 2018 für die IG Metall Bayern im großen Vorstand saß. Bereits mit 25 wurde er Siemens-Betriebsratsmitglied und ab 1994 Vorsitzender am Standort Nürnberg in der Vogelweiherstraße. Ein Jahr später war der heutige 62-Jährige Streikleiter beim legendären "Bayern-Streik" 1995. Ob Auslagerungen der Mobility-Sparte und unzählige Konzern-Umbauten: Für den Siemensianer war Transformation seit jeher ein Thema. Wichtig für Gerald Eberwein: Solidarität endet für ihn nie am Werkstor, sondern er lebte sich weit darüber hinaus.

Jörg Hofmann lobte Eberwein, der nicht nur sinnbildlich immer eine kleine Chilimühle im Sakko habe: "Wer also gerne mehr Schärfe hätte, sei es beim Kampf mit dem Klassenfeind oder einfach nur beim Essen, der wende sich an Gerald!"

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