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09.08.2019
Gegen Massenentlassung bei Coriant/Infinera

Politik sagt Unterstützung zu

Massenentlassung beim Glasfaserspezialisten Coriant/Infinera (ehemals Siemens Optische Netze) in München – SPD Landtagsabgeordneter Florian von Brunn besucht Betriebsversammlung

Betriebsrat und IG Metall erhalten bei ihrem Kampf gegen die fast komplette Stilllegung des Betriebs in München Unterstützung aus der Politik. Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn informierte sich am Mittwoch 07.08.2019 bei einem Gespräch mit dem Betriebsrat über das geplante Vorgehen der Geschäftsführung von Coriant/Infinera in München. Auf der anschließenden Betriebsversammlung solidarisierte er sich mit den von der Massenentlassung bedrohten Kolleginnen und Kollegen: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Beschäftigten in München bessere Angebote und Konditionen erhalten", so von Brunn. 

Infinera plant, nach der Schließung des Produktionsstandorts in Berlin mit 400 Beschäftigten, nun am Forschungs- und Entwicklungsstandort München ca. 75% der 224 Beschäftigten zu entlassen. Falls der Betriebsrat bis Ende September 2019 nicht einer Namensliste zustimmt, die betriebsbedingte Kündigungen erheblich erleichtert, droht das Unternehmen sogar mit der Komplettschließung des Betriebs und damit der Kündigung aller Beschäftigten. "Das nennt man Erpressung", sagte von Brunn.

 

Von Brunn versicherte der Belegschaft "100 prozentige Unterstützung" bei ihrem Kampf zur Erhaltung der Arbeitsplätze. Der Plan des Arbeitgebers, so von Brunn, "scheint für mich ein klassischer Fall zu sein, in dem ein Unternehmen filetiert wird - zu Lasten der Beschäftigten." Der Landtagsabgeordnete der SPD sagte, es liege auch an der Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte, dass ein solches Vorgehen eines Unternehmens möglich sei: "Ein ungezügelter Finanzkapitalismus ist nicht gut für die Menschen und die Umwelt. Eine Debatte darüber muss aber in der Gesellschaft geführt werden, nicht nur von Politikern." Am wichtigsten sei es jetzt, den Betriebsrat zu unterstützen, um allen Beschäftigten eine Perspektive zu geben.

"Wir werden weiterhin Widerstand leisten und haben einen klaren Auftrag der Belegschaft", sagte Michael Rust, Betriebsratsvorsitzender bei Coriant/Infinera in München, der sich für die Unterstützung bedankte. "Nur, wenn Belegschaft und Betriebsrat zusammenstehen und sich gegenseitig unterstützen, können wir zu sozialverträglichen Lösungen kommen", so Rust weiter.

Der Betriebsrat hat bei Open Petition eine Petition für den Erhalt der 224 gefährdeten Arbeitsplätze gestartet, die man hier unterstützen kann: https://www.openpetition.de/!gzbvn

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