Sie sind hier: Home » Aktuelles » News-Ansicht           
21.06.2018
Autopakt: So sollen unsere Jobs sicher bleiben

Es ist ein Meilenstein: Auf Initiative der IG Metall Bayern haben Staatsregierung, Arbeitgeberverband, Unternehmen und Betriebsräte den Autopakt für eine sichere Fahrzeugindustrie unterschrieben. Wir erklären, was drinsteht.

Alle an einem Tisch: Ministerpräsident Markus Söder mit den Vertretern der Autounternehmen, Betriebsräten, Arbeitgeberverband und IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler (vorne rechts)

Der bayerische Automobilpakt (Download unten)

"Die Autoindustrie ist im Begriff, sich ökologisch zu wandeln. Dieser Wandel muss aber auch sozial gestaltet werden, damit es keine Verlierer gibt", sagt Bayerns IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler.

Über 200.000 Beschäftigte arbeiten in der bayerischen Fahrzeugindustrie. Mehr als 400.000 Arbeitsplätze sind vom Fahrzeugbau abhängig. Gleichzeitig sind die Herausforderungen für die Unternehmen hoch: Klimaschutz, Elektromobilität, autonomes Fahren, Digitalisierung, neue Verkehrskonzepte.

Deshalb soll der Autopakt der IG Metall dafür sorgen, dass die Beschäftigten dabei nicht unter die Räder kommen. Die Ziele:

  • Sichere Standorte und Arbeitsplätze: "Wir wollen, dass Bayern auch künftig Top-Standort für den Fahrzeugbau bleibt und die Fahrzeug- und die Zulieferindustrie den Beschäftigten hoch qualifizierte und sichere Arbeitsplätze bieten", lautet die Leitlinie des Pakts. IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler sieht die größten Herausforderungen bei Zulieferern, insbesondere bei kleineren, die sich nur auf ein Produkt für Verbrennungsmotoren spezialisiert haben. Das betrifft insbesondere Firmen in Nordbayern.
  • Forschung und Technik: Ob Verbrennungs- oder Elektromotor: Die Unternehmen wollen führend bei Technik und Innovationen von alternativen Antriebstechnologien sowie emissions- und verbrauchsarmen Motoren sein. "Wir müssen dafür sorgen, dass neue Technologien nicht nur aus Asien kommen, sondern auch in Bayern eine Heimat finden", sagt Jürgen Wechsler. Aber: Die neuen Technologien sollten nicht nur erforscht, sondern auch in Bayern produziert und damit hier Geld verdient werden. So soll etwa in Bayreuth ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Batterietechnologie entstehen. Das Ziel: eine Zellproduktion in Deutschland.
  • Moderner Verkehr: In Bayern sollen laut Autopakt ökologisch nachhaltige Konzepte für Logistik und Mobilität entstehen. Und: "Die Emissionen weiter senken, aber auch die Infrastrukturbelastung und die Verkehrsstaus in den bayerischen Städten reduzieren." Zudem soll Bayern "globale Leitregion für das automatisierte, autonome und vernetzte Fahren" werden.
  • Bildung: Kein Beschäftigter soll laut dem Autopakt beim Wandel verlieren. Konkret heißt es: "Den Beschäftigten, deren Arbeitsplatz durch die neuen Antriebstechnologien und die Veränderungen in der Produktion betroffen sein könnten, wollen wir mit maßgeschneiderten betrieblichen Angeboten zur Qualifizierung helfen". Dabei werde auf eine "verstärkte Weiterbildung im Betrieb" gesetzt. Alle Unterzeichner des Autopakts verpflichten sich "detaillierte Maßnahmenpakete zu erarbeiten".
  • Beteiligung: Die Unternehmen wollen "zusammen mit den Gewerkschaften den Strukturwandel in der Automobil- und Zulieferindustrie mitarbeiterorientiert gestalten". Das sich durch die Digitalisierung veränderte Arbeiten soll durch die Politik "im Zusammenwirken mit den Tarifpartnern durch einen zukunftsfesten arbeitsrechtlichen Rahmen" flankiert werden.

Die Unterzeichner:

  • Politik: Bayerische Staatsregierung
  • Unternehmen: Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm)
    Audi, BMW, Bosch, Continental, MAN, Schaeffler, ZF
  • Beschäftigte: IG Metall Bayern
    Betriebsräte von Audi, BMW, Bosch, Continental, MAN, Schaeffler, ZF

Jedes Jahr soll Bilanz gezogen werden, wie sich der Autopakt konkret entwickelt.

» drucken


IG Metall München

Schwanthalerstr. 64, 80336 München

Tel.: +4989 514 11-0, Fax: +4989 514 11-50
Mail: muenchen(at)igmetall(dot)de

Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag:
08:00 - 11:45 und 12:30 - 16:30
Freitag: 08:00 - 12:00

dabei sein!

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.