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16.11.2017
Arbeitgeber müssen sich Ruck geben

Bei der ersten Tarifverhandlung hat die IG Metall Bayern am 16. November ihre Forderung – 6 Prozent mehr Entgelt und die Option auf verkürzte Vollzeit – ausführlich begründet. Rund 2.600 Beschäftigte sorgen derweil für kräftigen Rückwind.

Trommeln für mehr Zeit und Geld.

Wie so oft bei der ersten Verhandlung war die vorausgehende Kundgebung beinah das Eindrucksvollste. Etwa 2.600 Menschen zogen ab 9 Uhr 30 in zwei getrennten Demonstrationen zur Schweinfurter Maininsel, wo sie vor dem Verhandlungslokal zusammentrafen. Die Stimmung war trotz bescheidenen Wetters ausgezeichnet, die Kundgebung bunt und von originellen Einfällen geprägt.

Bei der ab Mittag anschließenden Verhandlung gab es weniger Anlass für gute Laune. Die IG Metall begründete ihre Forderung nach einer kräftigen Entgeltsteigerung und der Option zu einer verkürzten Vollzeit ausführlich. Zum einen brauchen die Beschäftigten einen fairen Anteil an der rekordverdächtig guten wirtschaftlichen Lage, zum anderen im Gegenzug für steigende Anforderungen der Unternehmen ihrerseits einen Anspruch auf ein Stück selbstbestimmte Flexibilität in Sachen Arbeitszeit.

Beides weisen die Arbeitgeber zurück und wollen vielmehr ihren bestehenden Flexibilitätsvorsprung weiter ausbauen. Dass sie damit an der Lebensrealität der Menschen vorbeilaufen, scheint sie dabei wenig zu interessieren.

Bis zur 2. Verhandlung am 6. Dezember in München werden sie diese Vogel Strauß-Haltung aufgeben müssen. Danach nämlich haben sie nur noch über die Feiertage Zeit zur Besinnung, bevor am 31. Dezember um Mitternacht die Feuerwerke das Ende der Friedenspflicht markieren.


» viele Bilder von der Kundgebung gibt es bei der IG Metall Bayern auf Facebook und flickr

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