Sie sind hier: Home » Aktuelles » News-Ansicht           
26.10.2017
Die Forderung steht!

Der Vorstand der IG Metall hat auf seiner Sitzung am 26. Oktober in Frankfurt die Forderung für die Tarifrunde 2018 in der Metall- und Elektroindustrie beschlossen: Sechs Prozent mehr Entgelt und eine Wahloption für kürzere Arbeitszeit.

Wie am Nachmittag per Pressemitteilung bekannt gemacht wurde, soll die Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen eine Laufzeit von 12 Monaten haben. Neben der finanziellen Forderung will die IG Metall den individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für maximal zwei Jahre – so, wie es am 24. Oktober auch die Tarifkommission der IG Metall Bayern beschlossen hatte.

"Diese Forderung trägt der hervorragenden wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung, sie stärkt die Binnennachfrage und leistet einen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur", sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall.

Mit Blick auf die Forderung zur Arbeitszeit ergänzte er, ihr Ziel sei mehr Selbstbestimmung und eine fairere Verteilung der Lasten der Flexibilisierung in den Betrieben. Beschäftigte sollen demnach ihre Arbeitszeit ohne Begründung für zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche reduzieren können; anschließend hätten sie einen Anspruch Rückkehr zur ursprünglichen Arbeitszeit. Handelt es sich um Beschäftigte mit Kindern unter 14 Jahren oder pflegebedürftigen Familienangehörigen, sollen sie einen Zuschuss von 200 Euro bekommen, wenn die wöchentliche Arbeitszeit um 3,5 oder mehr Stunden reduziert wird.

Beschäftigte in Schichtarbeit oder anderen besonders belastenden Arbeitszeitmodellen sollen im Fall der Verkürzung ebenfalls einen Zuschuss bekommen. Um auch unteren Entgeltgruppen eine Reduzierung zu ermöglichen, soll er bei 750 Euro jährlich liegen.

Über diese Forderungen hinaus will die IG Metall weitere Themen mit in die Verhandlungen nehmen. So soll die Reduzierung der Arbeitszeit nicht zu mehr Leistungsdruck führen, weshalb über Regelungen zum Personalausgleich zu sprechen sein wird. Auszubildende und dual Studierende sollen zur Vorbereitung auf Prüfungen einen Tag freigestellt werden.


» Die erste Tarifverhandlung in Bayern findet am 16. November in Schweinfurt statt, die zweite ist für den 6. Dezember in München geplant. Die Friedenspflicht endet 31. Dezember um Mitternacht.

» drucken


IG Metall München

Schwanthalerstr. 64, 80336 München

Tel.: +4989 514 11-0, Fax: +4989 514 11-50
Mail: muenchen(at)igmetall(dot)de

Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag:
08:00 - 11:45 und 12:30 - 16:30
Freitag: 08:00 - 12:00

dabei sein!

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.