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14.06.2017
Risikofaktor Zeitdruck

Dass Zeitdruck und Stress handfeste Risiken für die Gesundheit bergen, ist mittlerweile allgemein bekannt. Druck im Beruf und Probleme, ihn mit dem Privatleben zu vereinbaren, werden aber auch an anderer Stelle zur Gefahrenquelle.

Die Hans Böckler-Stiftung weist auf die Ergebnisse einer Studie hin, laut der Konflikte zwischen Arbeit und Privatleben sowie schlechtes Betriebsklima bei Pendlern zu riskanter Fahrweise führen und so letztlich den Straßenverkehr gefährlicher machen. Statistisch sind Verkehrsunfälle in den Industrienationen eine der Hauptursachen für Todesfälle im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit. Allein in Deutschland waren Pendler im Jahr 2009 an rund 180.000 Verkehrsunfällen beteiligt.

Neben statistischen Auswertungen befragten die Autoren der Studie über 360 Beschäftigte eines Großbetriebs der Elektroindustrie, die mit dem Auto zur Arbeit kommen. Diese machten unter anderem Angaben zu ihrem Verhältnis zu Vorgesetzten und Beeinträchtigungen des Privatlebens durch die Arbeit; ihr Fahrstil wurde anhand von Aussagen gemessen, wie oft sie auf dem Weg zur oder von der Arbeit gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen.

Die Auswertung ergab, dass sowohl problematische Beziehungen zu Vorgesetzten, als auch Schwierigkeiten mit der Vereinbarkeit von Privat- und Erwerbsleben die Zahl der Regelverstöße beim Pendeln deutlich erhöhen. Zusätzliche Faktoren wie Geschlecht, Alter und Fahrstrecke wurden dabei berücksichtigt.

Die Wissenschaftler folgern daraus, dass negative Emotionen die Konzentration mindern und die Aggressivität erhöhen könnten. Darüber hinaus lassen sich Pendler mit hohem Leistungsdruck und Schwierigkeiten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, eher durch Telefonate oder Textnachrichten ablenken.

Auch hier setzt die Arbeitszeitkampagne der IG Metall also richtig an, wenn sie die generelle Zeitsouveränität der Arbeitnehmer_innen erhöhen will: Wer mehr über seine Zeit bestimmen kann, kann sich am Steuer besser auf sicheres Fahren konzentrieren.

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